Hotel zur Sonne

Baustrasse 1

In der BAUSTRASSE 1 befand sich das Gasthaus zur Sonne, später dann Hotel zur Sonne genannt. Vermutlich gab es an diesem Standort schon vor 1874 einen Gasthof, der dann um 1892 zum Hotel umgebaut wurde. Der ganze Komplex bestand aus mehreren Gebäude die über die Jahre vielfach verändert wurden und zog sich bis weit in die ARMESÜNDERSTRASSE hinein. Zur BAUSTRASSE dominierte ein zweigeschossiges Giebelhaus aus der Renaissancezeit, dessen Fassade bei späteren Umbauten sehr vereinfacht wurde. Das hintere Haus verfügte im oberen Stockwerk über einen grossen Saal, in dem über lange Jahre hinweg Tanzkurse stattfanden. Dahinter lagen ursprünglich die Pferdeställe und Remisen des Hotels. Zeitweise unter dem Namen Hotel Mauck betrieben, war das Haus dann ab etwa 1908 über lange Jahre im Besitz des Gastwirts Wilhelm Lange. Ihm folgte ab Mitte der 1930er Jahre sein Sohn Gerhard Lange als Wirt. 1946 wurde das Haus von Hermann Schröder gepachtet. Sein Hotel am Inselsee war zu dieser Zeit noch von russischen Soldaten besetzt und wurde später von der HO (staatliche Handelsorganistion) betrieben. Schröder bewirtschaftete den Saal, einen kleinen Gastraum und die acht Fremdenzimmer während das Erdgeschoss schon anderweitig genutzt wurde. Auch das Hotel zu Sonne fiel später an die HO, die das Objekt bis zur Wende als Verwaltungsgebäude nutzte. Das Hofgelände wurde in den DDR Jahren von der Stadwirtschaft genutzt. Der gesamte Komplex entlang der ARMESÜNDERSTRASSE war in so schlechtem Zustand, dass er Ende 2010 bis hinunter zur SCHNOIENSTRASSE abgerissen wurde. Auf der Fläche baute die Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung (AWG) bis Ende 2013 den Sonnenhof: 45 altersgerechte Wohnungen, sechs Wohnungen für junge Familien, eine Begegnungsstätte und ein Büro.