Nach der umfangreichen Demontage der Einrichtungen der MUNA durch die sowjetische Militäradministration bis 1949 übernahm die Volkspolizei den Standort. Offenbar hatte die neu gegründete DDR beschlossen, den Primerwald als Standort einer Polizeischule der kasernierten Volkspolizei für die Ausbildung von Panzeroffizieren zu nutzen. Diese nahm im September 1949 den Ausbildungsbetrieb auf. Für die Unterbringung und Ausbildung der Offizierschüler nutzte man wiederhergestellte Gebäude und Anlagen der MUNA. In geringem Umfang wurden auch neue Gebäude errichtet. Derzeit liegen nur von diesen Baumassnahmen fotografische Belege vor. Sie zeigen den Bau einer grösseren Fahrzeughalle und einen neu erbauten Sanitärkomplex. Die meisten der ausbildenden Offiziere wohnten mit ihren Familien in den 1936 am Standort erbauten Wohnhäusern, einige von ihnen auch direkt in Güstrow. Ledige Führungskräfte und die Offiziersschüler wurden in den ebenfalls 1936 erbauten acht massiven Baracken untergebracht. Sie wurden genauso wie eines der Stabsgebäude 1949 zu Wohnzwecken umgebaut. Für Kraftfahrzeuge und die wenigen verfügbaren Panzer standen die bestehenden Garagen zur Verfügung. Die ehemalige Hülsenküche der MUNA wurde zur Küche umgebaut und mit einem Speisesaal für Führungskräfte ergänzt. In dieser Zeit entstand auch der Sportplatz, der von Schülern und Personal im Rahmen von Aufbaustunden errichtet wurde. Im März 1953 wurde die Offiziersschule nach der Besichtigung durch eine Gruppe sowjetischer Generäle geräumt und Personal und Technik in die Offiziersschulen Grossenhain und Erfurt verlegt.