Der Ort WOSERIN, weit südlich von GÜSTROW am gleichnamigen See gelegen, gehört heute zur Gemeinde BORKOW. Eine erste urkundliche Erwähnung findet der Ort 1234 als dem Kloster zu DOBBERTIN das Archidiakonat über die Kirche zu WOSERIN verliehen wird. Diese frühgotische Feldsteinkirche wurde wohl ab etwa 1278 erbaut. Der Turm entstand 1478/79. Der gedrungene Feldsteinbau mit Fenstern, Portalen und Backsteingiebeln wurde nach der Wende instand gesetzt. Im Inneren verfügt die Kirche über eine neugotische Ausstattung von 1856. Aus dem 16. Jahrhundert stammt ein Sandstein-Epitaph für Christopher von Kramon. Das Pfarrhaus wurde 1829 errichtet. Das Gut selber war in der Hand verschiedener Eigentümer und Verwalter, am längsten wohl ab 1696 im Besitz der Familie von Bülow. Ab 1802 stand es unter der Verwaltung der herzoglichen Kammer. Der ehemalige Gutshof ist in seiner Struktur heute noch erkennbar. Das Gutshaus in seiner heutigen Form entstand in der Mitte des 18. Jahrhunderts. 1919 zählte der Ort zusammen mit HOHENFELDE 191 Einwohner. 1950 wurde WOSERIN nach BORKOW eingemeindet. Bis 1966 hatte sich die Einwohnerzahl mit 189 kaum verändert, bis 1983 fiel sie aber auf 50 Personen.

Ansichten:
1930 - Dorfansichten

 

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