Verlage & Fotografen

W.B.Levy, Hamburg (W.B.L.H.)

Auf fast allen Ansichtskarten dieses Verlages taucht nur dieser unscheinbare Schriftzug als Verlagsangabe auf, machmal gibt es noch eine Nummerierung. Lediglich auf einer einzigen der zahlreichen Karten von GÜSTROW aus diesem Verlag findet sich der vollständige Firmen-Name.

Die Firma war bereits 1867 von Wolff Behrend Levy am Hamburger Hopfenmarkt 20 als Leinengrosshandel gegründet worden. Nach seinem Tod führte sein Sohn Behrend Wolff Levy (1878-1932) die Firma weiter, nunmehr als Leinenlager en gros, Sackfabrik und Lager von gebrauchten Säcken. Völlig unklar bleibt jedoch wie der Verlag für Ansichtskarten zu diesem textilen Gewerbe passte. Möglicherweise betrieb ab etwa 1910 jemand unter dem Dach und unter dem Namen W.B.Levy den Verlag für Ansichtskarten als Nebengewerbe. Im Umfeld der Firma gab es mehrere Personen die Verbindung zum Geschäft mit Ansichtspostkarten hatten.

In Frage kommen zum Beispiel Sally Heimann (1894-1955) und seine Schwester Nanny Heimann (1899 - ?). Sally Heimann soll nach seiner Lehre um 1914 einen kleinen Ansichtskartenverlag gegründet haben. Sein Name taucht aber weder im Hamburger Adressbuch als Verleger noch auf irgendwelchen Postkarten auf. 1916 wurde Sally Heimann in den 1.Weltkrieg eingezogen und das Unternehmen wurde von seiner Schwester Nanny Heimann geführt. Sie hatte nach ihrer Ausbildung bis dahin als Kontoristin in der Sackfabrik W.B.Levy gearbeitet. Dieser Verlag soll bis 1918 bestanden haben.

Ein anderer möglicher Kopf hinter dem Postkartenverlag W.B.L.H. könnte Behrend Wolff Levys Schwager Anton Hollander (1892-1974) sein. Hollander war eigentlich Photograf und betrieb nach dem 1.Weltkrieg einen Luxuspapierwarenhandel, ein Gewerbe bei dem auch häufig Ansichtspostkarten vertrieben wurden. Später war Anton Hollander von 1925 bis 1938 Provisionsreisender bei Meyers Postkartenverlag.

Unklar ist zudem die Verbindung vom Hamburger Ansichtspostkartenverlag von Abraham Sternberg zur W.B.L.H.; von mehreren frühen W.B.L.H.-Karten gibt es fast identische Ausgaben von Abraham Sternberg.

Quelle dieser Daten ist die webseite  Stolpersteine Hamburg. Näheres zur Geschichte der von den Nazis verfolgten jüdischen Hamburger Familien findet sich unter den folgenden links: HOLLANDER und HEIMANN

Ansichten:

1910 - Partie am Wall

1910 - Spaldingsplatz und Trotschestrasse

1910 - Neue Wallstrasse

1910 - Grabenstrasse

1910 - Partie am Wall

1911 - Schloss

1911 - Schloss

1911 - Schloss

1911 - Rathaus

1912 - Brinckman-Brunnen mit Eisenbahn-Strasse

1912 - Friedrich Franz-Strasse

1912 - Am Wall


1912 - Schloss

1913 - Marktplatz, Hotel Erbgrossherzog

1913 - Paradiesweg

1914 - Lindenstrasse

1914 - Hageböcker Strasse

1914 - John-Brinckman-Strasse

1915 - Pferdemarkt

1915 - Rostocker Strasse


1915 - Dom, Altar

1915 - Partie am Paradiesweg

1916 - Eisenbahnstrasse

1916 - Land- und Amtsgericht

1916 - Schweriner Strasse

1916 - Markt

1916 - John-Brinckman-Strasse

1917 - Bleicherstrasse

1917 - Trotschestrasse

1917 - Pferdemarkt

1917 - Pferdemarkt

1917 - Pferdemarkt mit Borwin-Brunnen

1917 - Pferdemarkt

1918 - Kriegerdenkmal

1918 - Mühlenstrasse mit altem Giebelhaus

1918 - Markt mit Rathaus

1918 - Friedrich Franz-Strasse

1918 - Eisenbahnstrasse

1918 - Partie an der Grabenstrasse

1918 - Hafenstrasse

1918 - Markt mit Hotel Erbgrossherzog

1919 - Kriegerdenkmal und Landgericht

1919 - Dom

1919 - Philippsweg

 

 

1920 - Partie an der Nebel

1921 - Eisenbahnstrasse

 

 
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