Reichsarbeitsdienstabteilung 5/60 "Wallenstein"

Der Reichsarbeitsdienst (RAD) gehörte zu den typischen Organisationen der nationalsozialistischen Zeit. Mit der gesetzlichen Einführung 1936 konnten junge Männer (später auch Frauen) vor ihrem Wehrdienst für einen sechsmonatigen Arbeitsdienst einberufen werden. Hauptziel dieser paramilitärisch strukturierten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme war die Minderung der Arbeitslosenzahlen und dazu die Disziplinierung der Jugend. Die überall für die Zwecke der Nazis frei einsetzbare und kostengünstige Arbeitskraft war ein positiver Nebeneffekt. Allerdings war die Arbeitsleistung der kaum ausgebildeten Kräfte sehr gering. Bis zum Beginn des 2.Weltkriegs war der RAD vorwiegend an zivilen Projekten in der Landwirtschaft, beim Deichbau, der Entwässerung oder Waldrodungen eingesetzt. Ab 1938 wurde der RAD immer mehr eine Bautruppe der Wehrmacht und wurde fast nur noch für Erdarbeiten am Ost- und Westwall und zu fast allen anderen militärischen Bauprojekten herangezogen. So entstand auch das Lager in Güstrow zeitgleich mit dem Ausbau der militärischen Strukturen in der Region. Die RAD Abteilung 5/60 wurde also für den Ausbau des Flugplatzes und der Infrastruktur der Heeresmunitionsanstalt eingesetzt. Wegen der militärisch straff organisierten Dienstpläne verfügten die Männer kaum über Freizeit und wenn, dann wurde diese meist im Objekt bei organisierten Veranstaltungen verbracht. Das Lager durfte nur mit einer besonderen Genehmigung verlassen werden, obwohl es sogar eine Ausgehuniform gab. Es sind leider keine fotografische Belege von den Einsatzorten der Truppe überliefert. Vor allem Aufnahmen aus dem Lager haben die Zeiten überdauert.

Ansichten:
1938

 

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