In der Zeit bis 1933 wirkten in Güstrow drei Radfahrervereine. Unter dem Vorsitz des Hofphotographen Hermann Lorenz wuchs der Güstrower Radfahrerverein von 1888 zu einem Mitgliederbestand von über 250 Radfahrern. Durch den großen Mitgliedsbestand und das gewaltige Sportinteresse der Güstrower ermutigt, baute der Verein 1897 auf der jetzigen Schützenwiese eine große Rennbahn. Tagelang wurden gewaltige Mengen Holz von einheimischen Handwerkern verbaut bis die Bahn stand. Die Postkarte zeigt ein Trainingsrennen vor dem Wettbewerb. Am Wettkampftag, einem Sonntag im Juli, fiel die Temperatur auf 2°C und über den ganzen Tag fiel Regen und Schnee. Einige Fahrer erlitten durch die glatten Bahnverhältnisse Verletzungen. Der Zuschauerbesuch und damit die Einnahmen blieben vollständig aus. Am Folgetag „retteten“ die Handwerker wenigstens ihr Material und bauten die Rennbahn wieder ab. Unter Leitung des Kaufmanns Theodor Spalding benötigte der Verein bis 1903 um die Schulden abzubauen.

Die beiden anderen Radfahrervereine waren der RV „Glückauf“ Güstrow von 1895 mit über 100 Mitgliedern und der 1906 gegründete Arbeiter Radfahrerverein „Vorwärts“ mit ebenfalls über 100 Mitgliedern.

Informationen freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Guntram Trost

Ansichten:
1897

 

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