MATGENDORF liegt nordöstlich von GÜSTROW an der Landstrasse zwischen LAAGE und TETEROW und ist eines der für Mecklenburg so typischen Gutsdörfer. Vom 17. Jahrhundert an bis 1927 war das Gut im Besitz der Familie Von der Kettenburg. Das heute noch existierende Gutshaus entstand ab 1851 nach einem Brand des Vorgängerbaus nach Plänen des Hofbaumeisters Hermann Willebrand. Auch Teile der englischen Parkanlage sind heute noch erkennbar. Als Folge der Weltwirtschaftskrise ging auch das Gut in MATGENDORF in Konkurs und wurde von der Mecklenburgischen Landgesellschaft gekauft, die das Gut ab 1927 in 25 Siedlerstellen aufsiedelte. Das Gutshaus wurde von 1930 bis 1937 als Schule für die Siedlerkinder genutzt; danach zumindest zeitweise vom Reichsarbeitsdienst. Nach 1945 folgte bis 1969 eine Nutzung als Lungenheilstätte. Später wurde ein Heim für körperbehinderte Kinder eingerichtet und das Haus um einen Anbau für Schulzwecke erweitert. Seit 1994 nutzt die Diakonie das Gebäude als Therapiestätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das Gutshaus ist inzwischen umfangreich saniert worden. MATGENDORF ist heute Ortsteil der Gemeinde GROSS WÜSTENFELDE.

Ansichten:
1938

 

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