Kartenansicht des Gutes um 1890

LANGENSEE liegt westlich von GÜSTROW und südöstlich von BÜTZOW unweit des ursprünglichen Verlauf des Flusses Nebel und eines kleinen Sees. Die Gegend am Langen See war wohl schon in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt, ein früher Burgwall wurde überpflügt. Eine erste Erwähnung in Urkunden fand der Ort um 1307. Viele Jahre bestand LANGENSEE nur aus einem Gutshaus mit Nebengebäuden. Dieses Gut verfügte offensichtlich zunächst nur über wenig Ackerland und bewirtschaftete vor allem Waldflächen. Es war ein Nebengut der Besitzer des Hauptgutes in GÜLZOW. Erst ab etwa 1803 war das Gut ein eigenständiger Besitz, deren Eingentümer aber in den folgenden Jahrzehnten häufig wechselten. Das Gutshaus direkt am See entstand um 1800 durch den Umbau eines wohl reetgedeckten Vorgängerbaus, weitere Umbauten folgten, u.a. ein Verbindungsbau zu einem Nebengebäude. 1894 hatte das Gut unter seinem Besitzer Hermann Mönnich 53 Einwohner.1 1932 erfolgte die Auffsiedlung, vom Gut blieb lediglich ein Resthof von 35 ha mit dem See und dem Gutshaus. Für die übrigen Siedler aus Mecklenburg entstanden einige neue Gebäude. Nach dem 2. Weltkrieg kamen im Gutshaus 13 Flüchtlingsfamilien unter. In den DDR-Jahren folgte, wie so häufig, der schleichende Verfall des Gutshauses. Erst nach der Wende wurde das Gut unter den neuen Besitzern umfassend saniert und zu einem Ferienhof mit 9 Ferienwohnungen, einer Eventscheune und einem gepflegten Park umgebaut. LANGENSEE gehört zur Gemeine GÜLZOW-PRÜZEN im Landkreis ROSTOCK.

Ansichten:

1915 - Langensee - Gut

Quelle:

  1. Mecklenburgische Vaterlandskunde, Wilhelm Raabe, Wismar 1894
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