Klueß ist ein südöstlich von Güstrow gelegenes Dorf, das heute eingemeindet ist und so einen eigenen Stadtteil bildet. Erstmals wurde der Ort 1316 schriftlich erwähnt, damals noch als Dorf und Hof Pustekow. Nach den Verwüstungen des 30jährigen Krieges liess der Herzog dort ein Gehöft für einen Förster erbauen. Der Ort blieb überhaupt lange in fürstlichem Besitz und wurde lediglich vom Amt Güstrow aus verwaltet. Erst im 17. Jahrhundert setzte sich der heutige Name in allerlei Variationen durch: Clueß, Kluß oder auch Klüss. Um 1776 wurde das Förstergehöft um einige Nebengebäude und Scheunen erweitert. Lediglich dessen Wohnhaus ist heute erhalten und liegt an der Strasse nach Güstrow. Die Volkszählung von 1819 erfasste 31 Einwohner, beginnend mit dem Oberförster Carl Töldner. Nachdem der Ort schon immer zur Pfarre KIRCH ROSIN gehört hatte, kam er ab 1853 auch unter die zivile Verwaltung des Schulzen (später Bürgermeister) von KIRCH ROSIN. Um 1900 lebten etwa 100 Menschen im Ort, der ab 1882 durch die Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Güstrow - Meyenburg einen eigenen kleinen Bahnhof bekam. Ab 1899 gab es einen eigene Schule. Die beiden Gaststätten des Ortes wurden auch zum Ausflugsziel für die Einwohner von Güstrow. 1950 wurde Klueß zusammen mit Stavenslust und Devwinkel ein Ortsteil von Güstrow. Besonderen Aufschwung brachte ab 1952 die Ansiedlung des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Güstrow im Ort, der in den folgenden Jahren neben Baumschule und Nerzfarm auch eine Forstberufsschule mit Lehrlingswohnheim erbauen ließ.

Ansichten:
1900 - Hahndorfs Restauration und Bahnhof 1903 - Hahndorfs Restauration und Bahnhof 1904 - Restaurant 1907 - Hahndorfs Restaurationl
1915/1936 - Gasthaus Waldwinke 1920 - Lossnitz-Brücke 1937 - Zu den Fünf Linden 1940 - Waldwinkel

 

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