••• KRIEGSGEFANGENENLAGER - Verwaltung - Lagerbank
••• um 1917 (gelaufen als Gefangenen Sendung nach Leyon / Frankreich)
••• Kriegsgefangenen-Lager-Photografie No. 6051

Einige Quellen beschreiben die Einrichtung einer Lagerbank in Güstrow. Durch ihre Arbeit außerhalb des Lagers gelangten die Gefangenen in bescheidenem Umfang in den Besitz von deutschem Geld. Damit eröffnete sich ihnen natürlich auch die Möglichkeit, dieses Geld für aus deutscher Sicht illegale Aktivitäten einzusetzen. Dazu zählte die Beschaffung von Fluchtzubehör wie Bekleidung, Nahrungsvoräte, Landkarten oder Bahnfahrkarten. Auch die Bestechung des Wachpersonals wurde denkbar. Um das im Lager vorhandene deutsche Geld zu verwalten und in erster Linie zu kontrollieren wurde die Lagerbank eingerichtet. Allerdings war der Effekt realtiv gering; die Gefangenen versteckten ihre deutsches Geld lieber als es der Kontrolle der Deutschen zu überlassen. Daher erfolgte als nächster Schritt die Einführung von eigenem Lagergeld, das ab Januar 1918 ausschließlich für den Geldverkehr mit den Kriegsgefangenen zugelassen war.

Detailansichten:

Hier im Hintergrund, in der Hand u.a. einen 5 Mark Darlehnskassenschein, sehen wir George Melik. In seiner Freizeit war er einer Dirigenten des Lagerorchesters.

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