Das Militär hatte schon immer eine große Bedeutung für Güstrow. Nachdem 1887 das Deutsche Reich der Stadt Güstrow zusicherte hier eine ständige Garnison einzurichten, beschloss man eine Kaserne zu erbauen. 1890/91 entstand so das älteste Karsenement an der NEUKRUGER STRASSE, 1896 ein weiteres grosses Gebäude, diesmal im Auftrag des Reichsfiskus. Mit dem Bau wurde die Strasse in NEUKRUGER STRASSE umbenannt. Zu dem Gesamtkomplex gehörten neben den zwei Kasernen Stallungen, Wirtschaftsgebäude, das Offizierskasino, Reithallen, Stabsgebäude und Exerzierplätze. Die Geschützbatterien des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24 benötigten Wagen- und Kanonenschuppen. Von diesem Areal existieren heute nur noch einige Gebäude. In den Zeiten grosser Wohnungsnot dienten sie nach dem 2. Weltkrieg nach Umbauten als Wohnungen. Die Flächen der Exerzierplätze sind heute bebaut und die Nebengebäude, soweit nicht abgerissen, häufig durch Gewerbe genutzt oder dem Leerstand preisgegeben; die davon besonders betroffene Kaserne II wurde 2007 komplett abgerissen, Bilder vom Abriss finden sich HIER.

 

Ansichten:
1900 - Kaserne II
1900 - Geschützaufstellung 1900 - Adjudanten beim Manöver 1901 - Geschützzug
1901 - Garnison 1902 - Offizierscasino 1903 - Geschützaufstellung 1902 - Offizierscasino
1904 - Artillerie-Kaserne 1904 - Offizierscasino 1905 - Kasernen 1905 - Kasernen
1905 - Artillerieübung 1906 - Kasernen 1908 - Batterieaufstellung 1908 - Reservisten
1909 - Reserveübung 1908 - Reservist 1910 - Kaserne und Lazarett 1910 - Geschütz-Exerzieren
1910 - Kaserne II 1910 - Kaserne II 1911- Landwehrbatterie 1912 - Offizierscasino
1912 - Kaserne II 1914 - Stube 109 - Stubendienst 1915 - Landsturm 1916 - Offizierscasino
1918 - Kaserne I 1918 - Kaserne 1 1918 - Kaserne I und II 1920
1921 - Barbara Strasse 1921 - Geschütze 1936 - Kasernen 1937 - Kaserne II
1938 - Flugplatz 1939 - Lager der Wehrmacht 1939 - Offiziersmesse 1940 - Heeresmunitionsanstalt (Muna) - Nordtor
   
1940 - Flugplatz 1941 - Offiziersmesse - Garten    

 

Mit der massiven Aufrüstung in der Regierungszeit der Nationalsozialisten wurden ab 1935 ein weiterer Kasernenkomplex an der ROSTOCKER CHAUSSEE erbaut. Auch dieser wurde nach dem II.Weltkrieg zu Wohnraum umgebaut.

Auf dem Gelände des ehemaligen KRIEGSGEFANGENENLAGERS in Bockhorst entstand ein FLIEGERHORST und im PRIEMERWALD eine gut getarnte Heeresmunitionsanstalt (kurz MUNA). Im Ortsteil PRIEMERBURG nahm das Heerszeugamt V mit zahlreichen Nebengebäuden seine Arbeit auf. Dieses war im April 1945 Ziel des einzigen großen, alliierten Luftangriffs auf Güstrow. Es wurde völlig zerstört. Auf diesem Gelände entstand nach dem Krieg eine ZUCKERFABRIK.

Einzelobjekte:

Geschützschuppen und Fahrzeughalle

Durch die grosse Militärpräsenz in der Stadt durchliefen in der Zeit von 1935-45 zahlreiche Sondaten verschiedener Waffengattungen Ausbildungslehrgänge in Güstrow oder waren hier stationiert. Einige von ihnen haben in dieser Zeit auch fotografiert. Für mich sind diese Bilder eigentlich nur interessant wenn auch Gebäude und Landschaft einen Platz auf diesen Fotos gefunden haben. Eine kleine Auswahl findet sich hier:

  • Hof Kaserne IIHof Kaserne II
  • Hof Kaserne IIHof Kaserne II
  • Hof Kaserne IIHof Kaserne II

  • WettrichtenWettrichten
  • WacheWache
  • Ankunft in Guestrow - Maerz 1941Ankunft in Guestrow - Maerz 1941

  • Ankunft in Guestrow - Maerz 1941Ankunft in Guestrow - Maerz 1941
  • Ankunft in Guestrow - Maerz 1941Ankunft in Guestrow - Maerz 1941
  • Marsch durch Guestrow - Juni 1941Marsch durch Guestrow - Juni 1941

  • Marsch durch Guestrow - Juni 1941Marsch durch Guestrow - Juni 1941

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