Otto Hoeck & Co., Bettfedern- und Daunenfabrik, Am Werder

Otto Hoeck begründete 1867 einen lange erfolgreichen Industriezweig in Güstrow, der als einer der wenigen bis heute existiert. Die kleine Fabrik von Otto Hoeck lag an der KASTANIENSTRASSE 1 auf dem sogenannten Werdergehöft. Zu dieser Zeit gab es dort ausserhalb der Stadt noch keine geschlossene Wohnbebauung wie heute. Das Grundstück gehörte zum Gut Werder von Friedrich Georg Sibeth (1793-1880). Der Sohn eines Güstrower Bürgermeisters widmete sich damals nicht mehr der Landwirtschaft und der Entwicklung von Landmaschinen wie zuvor, sondern der Schriftstellerei.  Hoeck konnte wohl einen Teil der Gebäude übernehmen und ausbauen. Später gehörte wohl auch das eigentliche Gutshaus zum Firmengelände. Die Firma Hoeck konnte sich lange Jahre am Markt behaupten. Erst die Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre brachte das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten. Hoeck musste an den Unternehmer Max Oppen verkaufen. Oppen war zunächst Teilhaber und seit 1928 Besitzer der Bettfedernfabrik von Carl Blauert, die sich seit 1882 in der SCHWERINER STRASSE der Bettfedernverarbeitung widmete. Nach der Übernahme der Firma Hoeck entstand am HEIDEWEG eine neue moderne Produktionstätte. Der Standort AM WERDER wurde aufgegeben.

Überliefert sind zur Zeit nur zwei Fabrikansichten auf Briefköpfen der Firma. Von den Gebäuden am Standort ist nichts mehr zu finden. Lediglich das Gebäude mit den 4 Säulen (ehemaliges Gutshaus?) scheint in stark umgebauter Form überlebt zu haben. Die Witwe von Hoeck lebte dort bis in die 1930er Jahre. Das übrige Areal ist nach 1989 mit den ersten neuen Mehrfamilienhäusern nach der Wende bebaut worden.

Und so sieht es heute dort aus:

  • Am WerderAm Werder
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Danke an Christel Sievert für Hintergrundinformationen und aktuelle Fotos.

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