Auf Grund der verkehrsgünstigen Lage im Herzen Mecklenburgs entwickelte sich die Stadt Güstrow ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem kleinen industriellen Zentrum in dem sonst überwiegend von der Landwirtschaft geprägten Landstrich. Einige der dort produzierenden Unternehmen waren durchaus auch überregional für ihre Produkte bekannt. Die Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahre, Besitzerwechsel und Umstellung auf Kriegsproduktion in den Zeiten des Dritten Reiches (1933-45) überstanden die meisten dieser Produktionsstätten. Auch trotz der Enteignung in DDR-Zeiten und Umstellung auf die Bedürfnisse einer sozialistischen Wirtschaft boten diese Betriebe den Einwohnern der Stadt weiterhin einen Arbeitsplatz. Erst das Ende der DDR und der Übergang in die moderne Marktwirtschaft bedeuteten das Ende fast aller produzierenden Betriebe in Güstrow. Einige kämpften noch ein paar Jahre ums Überleben und brachten diverse Eigentümerwechsel hinter sich, um dann doch schließen zu müssen. Und so gibt es von den historisch gewachsenen Industriebetrieben der Stadt Güstrow heute fast keinen mehr. An den Orten wo einst Gebäude und Werkstätten standen, künden heute leergeräumte Brachflächen oder Industrieruinen vom wirtschaftlichen Niedergang. Nur wenige Flächen sind neu bebaut, häufig mit gesichtslosen Großmärkten. Andere Flächen warten seit Jahrzehnten auf machbare Konzepte zur erneuten Nutzung.

Diesen alten Industriebetrieben widmet sich diese Seite:

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