Die Gertrudenkapelle wurde erstmals 1430 als vor der Stadt gelegene Kirche für Kranke und Pilgernde erwähnt. Um sie herum lag der der Gertruden-Kirchhof; nachdem er aufgegeben wurde, verfiel auch die kleine Kirche. Um 1928 kaufte die Stadt Güstrow das Anwesen von der Kirchenverwaltung. Aber erst nachdem die NSDAP auch in Güstrow an die Macht kam, begann man ab Ende der 30er Jahre mit der Restaurierung. Man richtete dort eine nationalsozialistische Ahnenhalle ein. Nach Kriegsende blieb die Kapelle zunächst ungenutzt; erst 1953 baute man das Gebäude zu einer ersten Gedenkstätte für den von den Nazis verfolgten Bildhauer Ernst Barlach (1870-1938) um, der lange Jahre in Güstrow gelebt hatte. Im Obergeschoß entstand eine kleine Wohnung für Barlach's langjährige Lebensgefährtin Marga Böhmer (1887-1969). Seit 1994 gehört das Gelände zur Ernst-Barlach-Stiftung, die dort und in seinem Atelierhaus am INSELSEE seine Werke ausstellt und seinen Nachlass verwaltet.

 

Ansichten:
1906
1940
1956
1956
   
1961 1964    

 

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