Der Bahnhof von BÜTZOW liegt etwa 1,5 Kilometer östlich vom Stadtzentrum unweit des Dorfes WOLKEN. Das erste Bahnhofsgebäude entstand um 1849. Dazu gehörten auch Lok- und Wagenschuppen, ein Wasserhaus und zwei Wartehäuser. Die Bahnstrecke von BAD KLEINEN nach ROSTOCK und die Zweigstrecke nach GÜSTROW wurden am 13. Mai 1850 in Betrieb genommen. Durch die Verlängerung dieser Strecke nach NEUBRANDENBURG im Jahre 1864 (1867 bis STRASBURG) wuchs die Bedeutung des Bahnhofs als Knotenpunkt. 1879 wurde ein neues Empfangsgebäude im Stil der Neorenaissance errichtet. Bereits 1892/93 musste es erneut erweitert werden. In den Eckgebäuden befanden sich die Wohnungen der Beamten, im Mittelteil Diensträume, die Schalterhalle und die nach Klassen getrennten Warteräume. Mit dem Bau des BÜTZOW-GÜSTROW-KANALS ab 1894 musste auch der Gleisanschluss nach GÜSTROW  umgebaut werden, da der Kanal in direkter Nachbarschaft des Bahnhofs in den Fluss Warnow mündet. Nach dem Krieg war der Bahnhof ein wichtiger Knotenpunkt für die Interzonenzüge, die von hier direkte Anbindung nach HAMBURG und LÜBECK hatten. Die Bedeutung des Bahnhofs ist heute stark zurückgegangen. Wie an vielen anderen Orten Mecklenburgs wurden auch hier große Teile der Gleisanlagen zurückgebaut. Verschiedene Einzeldenkmale zeugen auch heute noch von der Bahngeschichte, auch wenn sie sich zum Teil in schlechtem Zustand befinden, so u.a. ein Stellwerk, der Wasserturm, ein Lokschuppen und eine Wasserpumpe. Mit dem Rückzug des Bahnpersonals und der Automatisierung der Ansagen wurde 2014 das Bahnhofsgebäude verkauft.

Ansichten:

1903

1904 1917
1930

 

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