Der kleine Ort Boldebuck liegt westlich von Güstrow nahe am Parumer See und gehört heute zur Gemeinde Gülzow-Prüzen. Der Name Boldebuck stammt aus dem Slawischen und bedeutet Buchenort. Die erste urkundliche Erwähnung 1233 bezeicht an diesem Ort auf einem Werder eine Fluchtburg. Im 30jährigen Krieg scheint der Ort verlassen worden zu sein und wurde erst später als Gutsdorf neu besiedelt. Seit etwa 1817 war dieses Gut im Besitz der Familie von Schaumburg-Lippe. 1894 zählte der Gutshof mit Schule, Schmiede und Ziegelei immerhin 200 Einwohner.1 Heute sind nur noch wenige Wirtschaftsgebäude und die Katenhäuser des Gutes im Dorf zu finden. Auch der große Gutspark ist noch vorhanden; jedoch weitgehend verwildert.

Ansichten:

1911 - Boldebuck - Gartenansicht

1912 - Boldebuck

Quellen:

  1. Mecklenburgische Vaterlandskunde, Wilhelm Raabe, Wismar 1894
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