1887 wurde für die Stadt Güstrow an der SCHNOIENMAUER ein neues Armenhaus erbaut. Erster Betreiber war ein zu diesem Zweck gegründeter "Hülfsverein". In den zunächst 19 Wohnungen im Haus konnten etwa 50 Personen untergebracht werden. Vor allem Kranke, Alte und Schwache sollten hier eine Heimat finden. Auf jeder Etage gab es kleine Küchen mit Vorratskammer. Bereits 1896 wurde die Kapazität des Gebäudes durch einen Anbau vergrößert. Mit der Umbenennung der SCHNOIENMAUER in SCHNOIENSTRASSE 1931 bekam das Gebäude die Hausnummer 20a. 1937 löste sich der "Hülfsverein" auf und das Armenhaus wurde an die Stadt verkauft, die es weiter betrieb. 1945 kamen dort vor allem Flüchtlinge unter, die jedoch 1947/48 ins SCHLOSS umgesiedelt wurden, da das Haus von der sowjetischen Armee besetzt wurde. In den Jahren der DDR erfolgte eine Umnutzung des Hauses zum Pflegeheim als Außenstelle des Altenheims im MAGDALENENLUSTER WEG. Nach der Wende übernahm 1991 der neu gegründete Diakonieverein Güstrow e.V. die Trägerschaft. Zu dieser Zeit standen 44 Pflegeplätze zur Verfügung. 1994-96 erbaute man direkt angrenzend einen Neubau mit 3 Wohnbereichen und 81 Pflegeplätzen. Dieses evangelische Pflegeheim trägt den Namen "Am Rosengarten". Der leer gezogene Altbau wurde in den folgenden Jahren komplett rekonstruiert. Dort wurde die Küche, die Verwaltung und Räume für die soziale Betreuung untergebracht. Ober- und Untergeschoß werden weiterhin als Wohnbereich genutzt.

Ansichten:
um 1965
Eingang, um 1965 Garten, um 1965

 

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